Hochwasser im August 2002



Das Hochwasser zerstörte unseren geliebten Conti und machte auch einen Umzug in unser geplantes neues Domizil zunichte. Wer es nicht selbst gesehen hat, kann sich hier eine Vorstellung von den Flutfolgen machen:

 

 

Chronik:

 

Schon ab 1994 war der Bedarf nach einem Kinder- und Jugendhaus groß. Nur Bauwagen und mobile Arbeit reichten nicht mehr aus. Es wurden intensive Mittel für einen Neubau beantragt und vorsorglich wurde die Gleisschleife am Kronstädter Platz dafür reserviert.

 

1998 übergibt die Sparkasse Dresden dem Jugendamt einen Container in Laubegast zur befristeten Nachnutzung. Nach Umbauarbeiten nimmt das Team von Sozialarbeitern die mobile Arbeit im Stadtteil auf. Pünktlich zum Kindertag kann der Container für Kinder und Jugendliche eröffnet werden, es entsteht ein fester Anlaufpunkt für Laubegaster Kinder und Jugendliche. Ziel unserer Arbeit war es, realistische Handlungsräume zu eröffnen, in denen vor allem Jugendliche eine echte Beteiligung erproben und realisieren können.

 

2001 beginnt die intensive Suche nach einer Perspektivlösung für das KJH. Ortsamt, Jugendamt und Liegenschaftsamt sowie Herr Iltgen und eine Vielzahl engagierter Laubegaster sind beteiligt.

 

2002 besucht der Oberbürgermeister die Kinder und Jugendlichen in Laubegast und macht sich selbst ein Bild von der Situation. Er verspricht ihnen ein neues KJH. Die Sparkassencontainer dürfen nicht mehr genutztwerden, also geht´s vorrübergehend in EKKO, einem ehemaligen Industriebau, auch ohne Betriebserlaubnis.

 

Dann geschiet etwas Unglaubliches - das Elbhochwasser verursacht Verwüstungen ungeahnten Ausmaßes und viele Laubegaster sind persönllich betroffen. Danach steht fest: Der Container kann nur noch abgerissen und das EKKO nicht zur Nutzung zugelassen werden.

 

Doch so grotesk es klingt, es ist "Glück im Unglück", denn mit der ersten und mit 400.000 Euro zugleich größten Spendensumme der Essener "Stiftung Flüchtlingshilfe", ins Leben gerufen von der Tageszeitung WAZ, rückt der Traum vom neuen KJH unerwartet näher. Bis die Gesamtfinanzierung gesichert ist, vergehen noch zwei Jahre intensive Öffentlichkeitsarbeit und viel Engagement verschiedenster Menschen in und um Laubegast.

 

Durch Anmietung von Räumen in einem Wohnhaus auf der Leubener Strasse 8 im November 2002 wird eine Übergangslösung geschaffen. Von diesem Vorortbüro aus sind Beratungen, Begleitung, medienpädagogische und Projektarbeit auf insgesamt 110 qm nur in begrenztem Rahmen realisierbar. Deshalb bleibt die mobile Arbeit wichtiger Bestandteil der konzeptionellen Arbeit.

 

2003 kann das Architekturbüro MAP - Morgenstern, welches den Bau des KJH ebenfalls unterstützt, in Abstimmung mit den Baufachmännern und den künftigen Nutzern intensiv mit der Planung des Hauses beginnen.

In dieser Zeit veranstaltet das KJH und die Elterninitiative " Laubekids & Co"  Projekte,welche die Arbeit im KJH der Öffentlichkeit zugängig machen und gleichzeitig die Inhalte der Arbeit und die Partizipation der Kinder und Jugendlichen verdeutlichen, z. B. "Wunschweihnachtsbaum", Osterklettern, " Kaffeetafel am Kronstädter Platz", Treffen mit Herr Kogge und Bitte um Restfinanzierung.

 

2004 gründen die Jugendlichen vom KJH einen " Bauausschuss" und werden aktiv von den Mitarbeitern und kompetenten Fachberatern gleichermaßen unterstützt.

Die Stadt bekennt sich trotz schwieriger Finanzlage mit einem Eigenanteil von insgesamt 146,100 Euro zum Neubau des Kinder und Jugendhauses auf der Gleisschleife.

Im Interesse der direkten Anwohner überarbeitet das Jugendamt sein Nutzerbedarf für das KJH.

Das Regierungspräsidium erteilt die Baugenehmigung. Mit der Großspende des Arbeiter - Samariter - Bundes Hamburg schließt sich die letzte Finanzlücke für den Neubau.

 

Im Oktober 2004 beginnt der Bau und er sieht eine 8 monatige Bauzeit vor. Nun hat es doch 16 Monate gebraucht, bis wir heute hier stehen und das Haus als Nutzer übernehmen können.